Die starken Regenfälle in den südlichen Bundesländern haben nicht nur viele Privatpersonen völlig unvorbereitet erwischt. Auch viele Unternehmen haben sich nicht auf solche Notfälle bzw. Katastrophen vorbereitet und werden nach Rückgang des Hochwassers u.U. ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssen, weil IT-Systeme nicht mehr nutzbar sind oder sogar die kompletten Datenbestände auf den Festplatten nicht mehr nutzbar sind.

Datenrettung und Hilfe bei Wasserschäden

Bei allen Unternehmen und Privatpersonen, die sich nicht im Vorfeld eines Schadenfalls bereits mit einer Notfallstrategie beschäftigt oder Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen haben, müssen jetzt die richtigen Schritte eingeleitet werden – um die Daten nicht unwiederbringlich zu zerstören.

Beschädigte Festplatte nach Hochwasser

Beschädigte Festplatte nach Hochwasser

Erste Schritte zur Datenrettung nach einem Wasserschaden:

  1. Bauen Sie die Festplatte aus dem Gehäuse aus – oder übergeben Sie den kompletten Rechner an einen Experten.
  2. Setzen Sie die Festplatte keinesfalls nochmals unter Strom.
  3. Trocknen Sie die Platte nicht in Eigeninitiative – etwa mit einem Föhn, da hierdurch der Schaden vergrößert wird.
  4. Verpacken Sie die noch nasse Festplatte nach Möglichkeit luftdicht z.B. in einer Plastiktüte zusammen mit einem feuchten Tuch.
  5. Suchen Sie nach einem geeigneten Datenrettungs-Unternehmen und schildern Sie den Experten Ihren speziellen Fall.

In Zusammenarbeit mit Datenrettungsspezialisten bietet audatis Services einen schnellen und zuverlässigen Datenrettungs-Service für Unternehmen und Privatpersonen an.

Notfallplanung (Business Continuity Management / Desaster Recovery)

Leider machen sich viele Unternehmen im Vorfeld zu wenige Gedanken über die möglichen Risiken für IT-Systeme wie z.B. Umwelteinflüsse und Naturkatastrophen auf die eigene Organisation, die IT-Systeme und am Ende auch die Existenz des Unternehmens. Schmerzlich wird es vor allem durch die extreme Wirkung von flächendeckendem Hochwasser auf elektronische Komponenten. Wer seine Daten nicht in einem sicheren Rechenzentrum gespeichert hat oder zumindest ein aktuelles Backup an externer Stelle aufbewahrt, dem blüht nach Ende der Aufräumarbeiten ein böses Erwachen. In der Regel können Sie Computer, Server und sonstige IT-Systeme nicht mehr betreiben, nachdem diese durch Wasser beschädigt wurden (schnelle Hilfe siehe oben).

In diesem Fall bleibt nur noch eine Datenrettungsmaßnahme als Option, um die Daten auf den beschädigten Datenträgern doch noch zu retten. Dies ist im Regelfall jedoch teuer und dauert – je nach Ausgangssituation – mehrere Tage bis Wochen. Im schlimmsten Fall ist es dann aber zu spät, weil ihrem Unternehmen der Zugriff auf wichtige Kunden-, Rechnungs- oder Produktionsdaten fehlt. Damit stellt sich die Frage, ob sich diejenigen, welche nicht von einem solchen Ereignis betroffen sind, nicht bereits im Vorfeld ihre Notfallplanung in Bezug auf wichtige Geschäftsfaktoren wie (IT-Systeme, Daten und Informationen) überarbeiten oder diese erstmalig erstellen.

Schritte zur IT-Notfallplanung im Unternehmen:

  1. Sie sollten zunächst die wichtigsten Geschäftsprozesse im Rahmen eine „Business Impact Analyse (BIA)“ identifizieren.
  2. Dabei genau betrachten, wie lange diese Prozesse ausfallen dürfen, ohne die Existenz des Unternehmens zu schädigen.
  3. Anschließend ist eine Risikoanalyse notwendig, um die möglichen Gefahren und Schwachstellen zu erörtern.
  4. Dann müssen Eintrittswahrscheinlichkeiten einkalkuliert und die Risiken bewertet werden.
  5. Danach können Notfallpläne aufgestellt und entsprechend der Gegebenheiten vor Ort vorbereitet und umgesetzt werden.

Im Regelfall ist eine professionelle Unterstützung in diesem Umfeld notwendig, um nicht an der falschen Stelle zu sparen oder wichtige Risiken zu übersehen.

Als Unternehmensberatung bietet audatis Consulting hier bereits seit Jahren mit erfahrenen Beratern Hilfe bei der Notfallplanung an.