Die Ergebnisse einer Studie des Marktforschungsunternehmen Forbes Insights, welche 2019 im Auftrag des Software Anbieters VMWare durchgeführt wurde und bei welcher 650 Unternehmen befragt wurden, kommt zum Ergebnis, dass nur ein geringer Teil der Führungskräfte in Europa (25 %) von der IT-Sicherheit in ihren Unternehmen überzeugt sind. Ein überwiegender Teil der Studienteilnehmer (76 %) ist davon überzeugt, dass die Sicherheitslösungen in den Unternehmen veraltet sind.

Deutschland ist im Ländervergleich Schlusslicht bei den Investitionen in die IT-Sicherheit

Knapp 32 % der deutschen Unternehmen gaben an, im vergangenen Jahr in Sicherheitstools investiert zu haben. Im Vergleich liegt der europaweite Durchschnitt etwa 10 Prozent höher und Deutschland ist an dieser Stelle sogar Schlusslicht. Positiv anzumerken ist, dass 60 % der deutschen Unternehmen planen, künftig mehr in die Erkennung und Identifizierung von Angriffen zu investieren. Hierbei liegen die deutschen Unternehmen über dem europäischen Durchschnitt. 30 % der Unternehmen gaben an, 26 oder mehr verschiedene Sicherheitsprodukte in ihrem Unternehmen installiert zu haben. Erwähnenswert ist auch, dass sehr viele Einzelprodukte für diese Thematik am Markt existieren. In diesem Zusammenhang ist kritisch zu hinterfragen, ob diese Heterogenität wirklich sinnvoll ist.

Vertrauen in IT-Sicherheit schwindet

31 % der befragten Unternehmen gaben an, dass es bis zu einer Woche dauern kann bis ein Sicherheitsproblem gelöst werden kann, was als sehr langsame Reaktionszeit eingestuft werden muss. Nur ein Viertel der deutschen Unternehmen haben großes Vertrauen in die Sicherheit ihrer Cloud-Services und nur 22 % der befragten Unternehmen gaben sich zuversichtlich, dass die Mitarbeiter für die anstehenden Sicherheitsherausforderungen der Zukunft gewappnet sind. Dieser Trend geht eindeutig in die Falsch Richtung, in Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Schäden durch Cyberkriminalität weiter ansteigen. Dieses belegen zahlen der europäischen Kommission, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich der wirtschaftliche Schaden von Cyberkriminalität zwischen den Jahren 2013 und 2017 verfünffacht hat.

Autor: DB