(OL) Der Oktober stand anlässlich des jährlichen European Cyber Security Month (ECSM) ganz im Zeichen der Cyber Sicherheit. Eines der beiden Schwerpunktthemen lautete „Sicheres digitales Zuhause“. Die fortschreitende Digitalisierung hat zur Folge, dass auch Cyberkriminelle sich diese neuen Technologien zunutze machen und neu entstehende Schwachpunkte durch immer raffiniertere Techniken angreifen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen einen praktischen Ratgeber an die Hand geben, wie Sie in 5 einfachen Schritten zu mehr Sicherheit im digitalen Zuhause gelangen.

Schritt 1: Softwareupdates

Halten Sie Ihre Softwarelandschaft immer up-to-date. Eignen Sie sich dazu eine Routine an, bei der Sie in regelmäßigen Abständen alle Systeme auf mögliche Updates prüfen und diese installieren. Bietet ein System automatische Updates, sollten Sie diese aktivieren. So schließen Sie kritische Sicherheitslücken und reduzieren Ihre Angriffsfläche.

Gehen Sie in Ihrer Routine systematisch vor. Aktualisieren Sie beispielsweise zunächst die Betriebssysteme auf allen stationären wie mobilen Geräten (Windows, macOS, Android, iOS, iPadOS, Raspberry Pi OS etc.). Aktualisieren Sie anschließend alle Anwendungen und Apps (PDF-Reader, Webbrowser und Office-Programme, etc.). Im Anschluss überprüfen Sie alle restlichen Geräte mit Zugang zum Internet (Router, Access Point, NAS, Smart Home Geräte, etc.) auf Vorhandensein neuer Firmware und installieren diese.

Schritt 2:  Betrugsversuche erkennen

Seien Sie misstrauisch und erkennen Sie Betrugsversuche. Hinterfragen Sie jede Aufforderung, bei der Sie Links klicken, Passwörter eingeben oder Kreditkartennummern preisgeben sollen. Sollten Sie unsicher sein, ob die Aufforderung nicht doch echt ist, kontaktieren Sie den angeblichen Absender auf einem anderen Wege (Telefon oder Kontaktformular) und erkundigen Sie sich nach dem vermeintlichen Sachverhalt. Der am häufigsten genutzte Kommunikationskanal für solche Betrugsversuche ist die E-Mail. Aber auch bei Nachrichten in sozialen Netzwerken oder Messenger Diensten sollten Sie aufmerksam sein.

Schritt 3: Passwörter

Benutzen Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Damit Sie den Überblick behalten, empfehlen wir immer einen Passwort Manager zu nutzen. Weiterhin sollten Sie immer starke Passwörter verwenden. Die Faustregel lautet: Mindestens 8 Zeichen, je länger und mehr Zahlen und Sonderzeichen, desto sicherer. Auch hier kann ein Passwort Manager helfen lange, zufällige Passwörter zu generieren.

Schritt 4: Zwei-Faktor-Authentifizierung

Zwei-Faktor-Authentifizierungen (2FA) erhöhen die Sicherheit enorm, denn kein Passwort der Welt gewährt 100%ige Sicherheit. Aktivieren Sie diese, wo immer Sie können. Denken Sie an Bezahldienste, E-Mail-Postfächer, Aktien-Depots, Crypto-Wallets oder elementare Plattformen wie Google, Apple, etc.

Schritt 5: WLAN-Konfiguration

Richten Sie ein möglichst sicheres WLAN ein. Neben einer stets aktuellen Firmware (siehe Schritt 1), sollte Sie immer das Standardpasswort für den Zugriff und die Konfiguration des Geräts ändern. Weiterhin sollten im WLAN-Namen (SSID) keine Infos auftauchen, die Rückschlüsse auf das Gerät zulassen. Das WLAN-Passwort (Netzwerkschlüssel) sollte möglichst lang und komplex sein (siehe Schritt 3). Verwende ausschließlich WPA2 oder, falls unterstützt, WPA3 Verschlüsselung als WLAN-Sicherheitsprotokoll. WEP und WPA sind veraltet und lassen sich sehr leicht und in kürzester Zeit hacken.

Mehr zum Thema Cyber Security auch in unserem Podcast: https://www.youtube.com/